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Unternehmensnachfolge

Checkliste für Nachfolger und Nachfolgerinnen

Um den Lesefluss zu erhalten wurde die männliche Form gewählt. Selbstverständlich sprechen wir Nachfolger und Nachfolgerinnen in gleicher Weise an!

 

  1. Ist es Ihr Wille das Unternehmen zu übernehmen oder wird es von der Familie, den Mitarbeitern und anderen Personen erwartet? Leben Sie selbstbestimmt?
  2. Verfügen Sie über das erforderliche Eigenkapital für den Anteilskauf oder entsprechend gute Finanzierungsmöglichkeiten? Haben Sie Rücklagen?
  3. Gibt es Themen in der Familie bezüglich der Nachfolge die unausgesprochen sind und dennoch in der Luft liegen und die Beziehungen belasten?
  4. Welche Ziele und Visionen verbinden Sie mit dem Unternehmen?
  5. Steht die Unternehmensphilosophie im Einklang mit Ihrem Wertesystem?
  6. Haben Sie im Unternehmen die Möglichkeit Ihre Stärken und Talente einzusetzen und Ihre Persönlichkeit zu entfalten?
  7. Verfügen Sie über die nötigen fachlichen Qualifikationen?
  8. Kennen Sie die Schlüsselaktivitäten die zum Unternehmenserfolg führen?
  9. Haben Sie großes betriebswirtschaftliches Know-How?
    a) Betriebswirtschaftliche Auswertung und Bilanz lesen können
    b) Kenntnisse in Kostenrechnung
    c) Erfahrungen in der Kalkulation
    d) Planrechnung für Umsatz und Gewinn (Best and Worst Case)
  10. Kennen Sie die Branche und die wichtigsten Kunden?
  11. Welche rechtlichen Dinge gibt es zu beachten? Meisterbrief, erforderliche Zertifizierungen etc.
  12. Können Sie Menschen führen? Mit welchem Führungsstil?
  13. Sind Sie ein Einzelkämpfer oder Teamplayer?
  14. Wie agieren Sie bei Konflikten? Gehen Sie ihnen lieber aus dem Weg oder
    sind Sie bereit Konfliktgespräche führen?
  15. Motivieren Sie sich und andere?
  16. Können Sie Mitarbeiter und Kunden begeistern?
  17. Wollen Sie sich in Mitarbeiter und Kunden einfühlen und sich an deren Bedürfnissen orientieren?
  18. Sind Sie in der Lage das Unternehmen zu repräsentieren?
    a) Stehen Sie gern im Mittelpunkt, in der Öffentlichkeit?
    b) Gehen Sie auf Menschen zu und sind Sie kommunikativ?
  19. Sind Sie bereit Risiken einzugehen?
  20. Haben Sie eine Nase für Trends?
  21. Ist Anpassung an neue Situationen und Änderung der Märkte Ihre Stärke?
  22. Sind Sie innovativ und zukunftsorientiert?
  23. Arbeiten Sie gerne und geben Sie dabei 120 - 180 % und nehmen viele Überstunden freudig in Kauf?
  24. Sind Sie bereit die Firma an erster Stelle zu setzen und wenig Zeit für Familie, Freunde und Hobby zu haben?
  25. Ist Ihre Familie damit einverstanden, dass Sie wenig Zeit für Sie haben und sich auf das Unternehmen konzentrieren?
  26. Sind Sie der großen Belastung physisch und psychisch bewachsen?
  27. Ist ständige Weiterentwicklung für Sie eine positive Herausforderung?
  28. Ist Unternehmersein für Sie mit positiven Gedanken und Erwartungen verknüpft?
  29. Können Sie die bisherige Arbeit des Übergebenden und der Mitarbeiter wertschätzen und anerkennen?
  30. Sind Sie bereit Änderungsprojekte so zu konzipieren, dass die Mitarbeiter an ihrer Stelle abgeholt werden, mit ihren Ansichten und Vorschlägen in den Prozess involviert werden und die Neuerungen als Gewinn werten?

Unternehmensnachfolge

Checkliste für den Übergebenden und die Übergebende

Um den Lesefluss zu erhalten wurde die männliche Form gewählt. Selbstverständlich sprechen wir Senior/Seniorin sowie Nachfolger und Nachfolgerinnen in gleicher Weise an!

  1. Warum wollen Sie die Firma an diesen Nachfolger übergeben?
  2. Ist der Nachfolger fachlich für die Übernahme qualifiziert?
    a) Verfügt er über ausreichend betriebswirtschaftliche Kenntnisse?
    b) Hat er die entsprechende fachliche Ausbildung und kennt die Branche?
    c) Sind die rechtlichen Voraussetzungen gegeben z. B. Meisterbrief, Zertifizierungen etc.
  3. Hat er die persönliche Qualifikationen?
    a) Kann er gut mit Menschen: Kommunizieren, sie führen, motivieren und begeistern?
    b) Ist er sich der Verantwortung für das Unternehmen, die Mitarbeiter und deren Familien bewusst?
    c) Hat er die nötige Power und Durchsetzungskraft zur Unternehmensführung?
    d) Wird er mit Begeisterung 140 - 180 % Leistung einbringen?
    e) Hat er eine Nase für Trends, neue Produkte und internationale Märkte?
    f) Ist er risikofreudig?
  4. Wird er Ihr Lebenswerk in ihrem Sinne fortführen?
  5. Stehen die Mitarbeiter hinter ihm?
  6. Wird er einen guten Draht zu den Kunden aufbauen?
  7. Planen Sie das Unternehmen aus familiären Gründen an diesen Nachfolger zu übergeben. Sind Sie sicher, dass er die nötigen Qualifikationen hat?
  8. Haben Sie ausser der Familiennachfolge auch die Möglichkeiten eines Verkauf, Fremdmanager oder Stiftung überlegt?
  9. Ist mit der Übergabe Ihre Altersvorsorge gesichert?
  10. Werden Sie das Unternehmen verschenken oder an den Übergebenden verkaufen? Verfügt  dieser über das nötige Kapital oder Bankkonditionen?
  11. Sind Sie bereit Ihr Unternehmen loszulassen und zu akzeptieren, dass in der Zukunft   manches anders gemacht werden wird wie bisher?
  12. Haben Sie einen Plan, in welchen Schritten die Übergabe stattfinden soll.
  13. Wie wollen Sie Streitigkeiten vorbeugen und wie mit Konfliktsituationen umgehen?
  14. Werden Sie die Übergabe durch die Gründung eines Beirates unterstützen lassen oder eines Beraters?
  15. Wollen Sie schnell aus dem Unternehmen aussteigen oder einen längeren Zeitraum zusammen mit dem Nachfolger zu arbeiten
  16. Gibt es eine klare Aufgabenteilung in der Zeit der gemeinsamen Unternehmensführung? Ist die Kompetenzaufteilung im Organigramm ersichtlich?
  17. Haben Sie bisher alle Fäden in der Hand gehalten und wird das Ihr Nachfolger ebenso tun oder ist jetzt die Möglichkeit mit einer zweiten Führungsebene die Aufgaben und Verantwortlichkeiten neu aufzuteilen.
  18. Wie möchten Sie in der Übergabezeit über die Aktivitäten des Nachfolgers informiert werden?
  19. Welches Berichtswesen soll es in der Zeit danach geben oder wollen Sie dem Unternehmen völlig den Rücken kehren?
  20. Wollen Sie nach der Übergabe weiterhin beratend tätig bleiben mit Beratervertrag?
  21. Welchen Dingen werden Sie sich nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen widmen? Wollen Sie sich sozial oder politisch engagieren? Mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen und Ihren Hobbys nachgehen?
  22. Sind Sie und Ihre Partnerin auf das große Maß an gemeinsamer Zeit vorbereitet? Haben Sie gemeinsame Interessen?
  23. Wie minimieren Sie das Risiko für den Fall des vorzeitigen Ausfalls in der Firma während des Übergabeprozesses? Haben Sie die Passwörter hinterlegt, Kontovollmacht erteilt etc.?
  24. Sind Sie bereit den Nachfolger Fehler zuzugestehen (wenn sie einmal passieren)?
  25. Stehen Sie Veränderungen positiv gegenüber ohne Vorurteile?